Was habe ich von einer Vision?
Eine Vision ist ein inneres Bild. Dieses kann jeder Mensch aktiv und bewusst erschaffen – wie ein Ideen-Konzert. So wird die Vision zu einem virtuellen Gemälde aus Gedanken und ist die Folge einer Visions-Arbeit. Einer Beschäftigung mit “Vision.”
Anders gesagt: Die Vision ist ein Gemälde – das im Bewusstsen eines Menschen ruht. Gegenwärtig. Abrufbar in jedem JETZT begleitet es den Lauf des Lebens.
Deines Lebens. Meines Lebens.
Die Vision kann so zu einem Fixstern werden, der unser Handeln in der Gegenwart einfärbt. Der unserem Leben jene Richtung gibt – die wir wählten und im Himmel unseres Bewusstseins verankerten.
Das ist allerdings nur ein Aspekt einer Vision. Und zwar jener, der mit einer bewussten Visionsarbeit einhergeht. Und der sich öffnet für Fragen wie:
- Wie soll denn mein Leben aussehen im Jahr xy?
- Wofür soll mein Leben stehen? Was wil sich durch mich ausdrücken?
- Wie will ich von anderen gesehen und wahrgenommen werden?
- Nach welchen Kriterien will ich denn entscheiden und handeln?
Visionen, die so aufgebaut sind – suggerieren eine große Klarheit.
Es gibt noch eine andere Form eines inneren Bildes – eines inneren Rufes, der wenig bis gar nichts mit Arbeit – wie eben beschrieben – zu tun hat. Ich spreche von jenem Call, den wir alle hören, wenn wir mit dem Herzen lauschen.
Meine Erfahrung ist: Das ist dann kein so klares Bild. Viel weniger mental gefärbt. Es ist mehr ein inneres Wissen, ein innerer Klang – ein Ahnen, dem wir folgen. Wie ein Rauchzeichen der Liebe.
Ich, Karl Gamper, lebe so.
Mein Leben ist ein Tanz mit den Situationen des Alltags. Bei diesem Tanz bin ich mit einem Fuss im Größeren verankert, im Spirit, in jener LebensKAFT – die das Leben selbst ist.
Der andere Fuss gehört der Notwenigkeit – die sich aus den tanzenden Situationen des Alltags ergibt. Aus den Anforderungen, die mir einerseits das Leben hinhält – und die ich anderseits auch wählte. Die ich will, weil sie mich auf gute Art fordern.
So gesehen ist meine Vision der Flow mit dem Leben. Ein Tanz, der die Frage nach einem “wer tanz mehr” absurd erscheinen lässt. Wenn zwei tanzen – wer tanzt mehr? Das Paar verschmilzt zu einer Einheit in Bewegung.
Es tut mir überaus gut, jenseits dieser Zielfixiertheit zu leben und doch ausgerichtet zu sein.
Tiefer gesagt: Das ist für mich der KarawanenWeg: Der Tanz aus Notwendigkeit und Kraft.
Der vituose Tanz aus Notwendigkeit und Kraft – ist ein Erbe. Pythagoras, der Buddha des Abendlandes, sagte: “Ein ehernes Gesetz bindet Kraft an Notwendigkeit.”
Wenn Notwendigkeit + Kraft in Harmonie sind – ist unser Leben in Harmonie.
Notwendigkeit kommt aus dem Körper und aus dem Verstand.
Kraft kommt aus dem Herzen und aus der Seele.
Sind Verstand und Herz im Einklang, dann leben wir unser Leben am Schnittpunkt von Himmel und Erde, von Körper und Seele, vom Sichtbaren und Unsichtbaren.
Ein Paradox wird erfahrbares Leben:
Kristalline Individualität findet Geborgenheit in der sozialen Gemeinschaft.
Das Leben wird friedlich und wunder-wunder-schön. Das hast du dann von einer Vision, die eher ein Klang ist als eine Glocke, die eher ein Aroma ist als ein Kochtopf.
In der für dich rechten Form köchelt die Erfüllung für dich. Freude.






Lieber Karl,
Visionen … für mich sind es Antworten auf brennende Herz-Fragen.
Sie kommen am Morgen, vor dem Aufstehen, oder in der völligen Ruhe des Jetzt und Hier.
Inzwischen gehören sie zu meinem Tanz des Lebens (danke für das schöne Bild).
Herzliche Grüße
Kerstin