Eine audio-Reihe, moderiert von Ulrike Stahl. Dieser 2. Beitrag – ca. 14 Minuten. Klick.
Dieses Gespräch gliedert sich in zwei Teile:
A) Wohin fliegt der Pfeil der Evolution?
Ulrike sagt berechtigt: “Woher soll ich das wissen? Evolution springt. Folgt dem, was wir ein chaotisches System nennen könnten.”
Ich weise darauf hin, dass wir offensichtlich und deutlich erkennbar an einer Weggabelung stehen, an einem Bifurkationspunkt. Das Experiment Menschheit könnte scheitern.
Vergleichbar den Dinosauriern, die ausgestorben sind. Ihr Körpergewicht – einerseits ihre Waffe, die sie unbesiegmar machte – hat sie schließlich selbst erdrückt. Ähnlich beim Menschen. Unser Verstand – eine Art Biotechnologie – hat uns eine Technik beschert, die jenen von Tieren haushoch überlegen ist. Anderseits könnte uns der Verstand auch in den Wahnsinn treiben, weil wir die Gleichwertigkeit alle Lebens und die Lebendigkeit aller Aspekte der Natur aus den Augen verloren haben.
Bifurkation. Weggabelung. Es könnte natürlich auch sein, dass wir als Menschheit einen Quantensprung erleben. Dass wir einander als Menschen endlich erkennen. Menschen erkennen einander in aller Tiefe als Menschen. Das bedeutet, wir durchschauen das Wesenhafte unserer Natur, schauen sozusagen durch die Illusion der Form hindurch, sehen den transpersonalen Aspekt in uns – und im anderen.
Wir würden einen Weg gehen, der an keiner Stelle den alten berührt.
Denn wir würden aufhören, Angst voreinander zu haben. Wir würden das Leben als etwas erfassen, das von Liebe durchwirkt ist und die Schöpfung als den Quellort der Fülle erfahren.
Und wir wüssten kollektiv, dass und wie wir uns an diese Fülle andocken können.
B) Wie haben Jwala und ich die edition.SIGN AG gestartet?
2007 mit einem ausgereiften Ideenkind. Kein Business-Plan. Doch mit einem tiefen Eintauchen und uns bewusst machen, welche Werte, welcher Spirit, welche Widmung diese Firma leben soll.
Wir banden unser Wissen um Resonanzen ein; unser Wissen um (morphische) Felder, webten um unser Kernanliegen ein Netz von Attraktoren und warben um jene, die in der Literatur Stakeholder und von Ulrike als Erfolgsteam bezeichnet werden. Es sind jene Firmen – und damit Menschen – die unmittelbar und direkt an unserem Erfolg interessiert sind, weil unser Erfolg auch deren Erfolg ist. Wir dachten also in win-win-win-Beziehungen. “Win” für unsere Kunden; “win” für unsere Stakeholder; “win” für unsere Firma. So wurden unsere Stakeholder unsere Erfolgstreiber – was wiederum auch deren Erfolg weitet.
Da die meiste Energie bei jedem Projekt immer am Beginn liegt – bündelten wir diese Energie zu einem Ereignis, an dem etwas mehr als 500 Menschen teilnahmen. Dies war der “geschenkte Tag” in Berlin. Wir starteten also dieses Projekt am 29. Februar 2008.
Und wir starteten damit einen nie erlahmenden Prozess. Ein Fließen. Die Hinwendung zu einem besseren Werden im Sinne eine offenen, evolutionären Werdens. Vor allem in Co-Kreation mit den Wirkkräften des Lebens.
Nochmals: Wir haben kaum auf Management-Wissen und Betriebswirtschaftslehre gesetzt.
Wir lauschten und vertrauten sehr viel mehr den wirkenden Kräften des Lebens.
Wir verbanden und verbinden uns täglich mit unserem höchsten Zukunftspotential, mit jenem Größeren, das durch uns hindurch in die Welt will.
Jede Firma ist ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene.
Unsere auch.