Die Karawande der Freude :: Karl Gamper

Archiv: Februar 2011

evolutionäres Business (3) beständig Akzente setzen

14 Minuten – und wie immer als erstes der Link zum Audio.

Ich war selbst überrascht, dass ich auf die Frage von Ulrike Stahl so antwortete, wie ich antwortete. Das Gespräch beginnt damit, dass Ulrike auf das Unbekannte hinweist, auf das Leben auch als chaotisches System. Und auf die Frage, welche Fähigkeit ich im Umgang mit dem Unberechenbaren des Lebens für besonders wichtig erachte, kam mir spontan Laotse in den Sinn.

Im audio zitiere ich aus dem Gedächtnis – hier direkt aus dem Tao Te King:
“Der Meister erledigt seine Arbeit und hält dann inne.
Er begreift, dass das Universum sich für immer der Kontrolle entzieht,
und dass der Versuch, die Ereignisse  zu beherrschen,
gegen den Strom des TAO geht.”

Durch diese erhabene Einsicht des großen Alten wird die Paradoxie des Lebens deutlich.
Einerseits entzieht sich der Kosmos für immer unserer Kontrolle
anderseits lässt sich Realität steuern und der Inhalt unseres Bewusstseins gestalten.

Der Verstand ist nicht das geeignete Werkzeug, um das zu verstehen.
Die Intelligenz des Herzens begreift.
Das Geheimnis liegt darin, einerseits eine reine Absicht zu formen und den Fokus auf das Ergebnis zu richten – anderseits nicht anzuhaften, loszulassen, das Werden durch kontinuierliches Handeln zu fördern, sich mit seiner höchsten Zukunftsmöglichkeit beständig zu verbinden und…? Und das Ergebnis stauend zu akzeptieren.
Ja, und dabei weiterhin vom Leben zu lernen. Lebens-lang.

Evolutionäres Business begreift:
Es sind die unsichtbar wirkenden Kräfte, sozusagen das Wurzelwerk unseres Lebens, das die Früchte der Ergebnisse auf unserem Lebensbaum wachsen lässt. Aus dem Unsichtbaren formt sich das Sichtbare. Daher auch meine Liebe zu “wu-wei”. WU-WEI wird meist übersetzt mit “Handeln durch Nicht-Handeln”. Doch wu-wei meint in erster Linie: “Innerlich aktiv zu werden.”
Die Topographie unserer inneren Landschaft wach und bewusst zu gestalten. Denn aus diesen inneren Samen wächst unser Beitrag im Leben.

Evolutionäres Business organisiert unsere Aufmerksamkeit um.
Weg von der Reflexion der äußeren Ereignisse – hin zum unsichtbaren Quellort. Denn dort bilden sich die Samen. Und was wir säen, das werden wir ernten.

evolutionäres Business (2) – Meilenfeuer setzen

Eine audio-Reihe, moderiert von Ulrike Stahl. Dieser 2. Beitrag – ca. 14 Minuten. Klick.

Dieses Gespräch gliedert sich in zwei Teile:
A) Wohin fliegt der Pfeil der Evolution?
Ulrike sagt berechtigt: “Woher soll ich das wissen? Evolution springt. Folgt dem, was wir ein chaotisches System nennen könnten.”
Ich weise darauf hin, dass wir offensichtlich und deutlich erkennbar an einer Weggabelung stehen, an einem Bifurkationspunkt. Das Experiment Menschheit könnte scheitern. 
Vergleichbar den Dinosauriern, die ausgestorben sind. Ihr Körpergewicht – einerseits ihre Waffe, die sie unbesiegmar machte – hat sie schließlich selbst erdrückt. Ähnlich beim Menschen. Unser Verstand – eine Art Biotechnologie – hat uns eine Technik beschert, die jenen von Tieren haushoch überlegen ist. Anderseits könnte uns der Verstand auch in den Wahnsinn treiben, weil wir die Gleichwertigkeit alle Lebens und die Lebendigkeit aller Aspekte der Natur aus den Augen verloren haben.

Bifurkation. Weggabelung. Es könnte natürlich auch sein, dass wir als Menschheit einen Quantensprung erleben. Dass wir einander als Menschen endlich erkennen. Menschen erkennen einander in aller Tiefe als Menschen. Das bedeutet, wir durchschauen das Wesenhafte unserer Natur, schauen sozusagen durch die Illusion der Form hindurch, sehen den transpersonalen Aspekt in uns – und im anderen.
Wir würden einen Weg gehen, der an keiner Stelle den alten berührt.
Denn wir würden aufhören, Angst voreinander zu haben. Wir würden das Leben als etwas erfassen, das von Liebe durchwirkt ist und die Schöpfung als den Quellort der Fülle erfahren.
Und wir wüssten kollektiv, dass und wie wir uns an diese Fülle andocken können.

B) Wie haben Jwala und ich die edition.SIGN AG gestartet?
2007 mit einem ausgereiften Ideenkind. Kein Business-Plan. Doch mit einem tiefen Eintauchen und uns bewusst machen, welche Werte, welcher Spirit, welche Widmung diese Firma leben soll.
Wir banden unser Wissen um Resonanzen ein; unser Wissen um (morphische) Felder, webten um unser Kernanliegen ein Netz von Attraktoren und warben um jene, die in der Literatur Stakeholder und von Ulrike als Erfolgsteam bezeichnet werden. Es sind jene Firmen – und damit Menschen – die unmittelbar und direkt an unserem Erfolg interessiert sind, weil unser Erfolg auch deren Erfolg ist. Wir dachten also in win-win-win-Beziehungen. “Win” für unsere Kunden; “win” für unsere Stakeholder; “win” für unsere Firma. So wurden unsere Stakeholder unsere Erfolgstreiber – was wiederum auch deren Erfolg weitet.

Da die meiste Energie bei jedem Projekt immer am Beginn liegt – bündelten wir diese Energie zu einem Ereignis, an dem etwas mehr als 500 Menschen teilnahmen. Dies war der “geschenkte Tag” in Berlin. Wir starteten also dieses Projekt am 29. Februar 2008.
Und wir starteten damit einen nie erlahmenden Prozess. Ein Fließen. Die Hinwendung zu einem besseren Werden im Sinne eine offenen, evolutionären Werdens. Vor allem in Co-Kreation mit den Wirkkräften des Lebens.

Nochmals: Wir haben kaum auf Management-Wissen und Betriebswirtschaftslehre gesetzt.
Wir lauschten und vertrauten sehr viel mehr den wirkenden Kräften des Lebens.
Wir verbanden und verbinden uns täglich mit unserem höchsten Zukunftspotential, mit jenem Größeren, das durch uns hindurch in die Welt will.

Jede Firma ist ein Abenteuerspielplatz für Erwachsene.
Unsere auch.

ZUFALL – neues Magazin

13. II. 2011. Am Wochenende besuchte uns Stefan Oberhuber mit seiner Liebsten, Andrea.
Stefan ist der engagierte Herausgeber und gleichzeitig Chefredakteur einer neuen Zeitschrift mit dem kreativen Titel “Zufall“. Die Subline: “1. Magazin für bewusste Wahrnehmung.”

Es war eine gute, inspirierende Begegnung zwischen Andrea und Stefan, Jwala und mir. Und die beiden brachten uns auch gleich die erste Ausgabe für das Jahr 2011 mit. Sehr gerne komme ich einem Impuls von Stefan nach, der meinte: “Schreib doch ein paar Zeilen auch auf deinem Blog … natürlich mit deinem Beitrag.” Also: here it is.

Licht aus. Spot on. On stage: ZUFALL. Feuergespräche-01-2011
                                               www.Zufall-Magazin.com

evolutionäres Business (1) – neue audio-Serie

evolutionäres Business. Ein Beispiel sagt mehr als 1.000 Theorien.”
(audio – ca. 10 Minuten. Klick.)

Nach dem Erfolg der Serie “Spiritualität küsst Wirtschaft wach” hier nun ein Folgeprojekt mit Ulrike Stahl und mir; später wird Jwala hinzukommen.

Evolution – dieser Begriff tauchte erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf. 1809 – um genau zu sein. Der französische Botaniker Jean-Baptiste Lamarck (1744-1829) legte als erster eine ausformulierte Evolutionstheorie vor; 1809. 
Doch die breite Akzeptanz des evolutionären Gedankens ist untrennbar mit dem Namen Charles Darwin (1809 – 1882) verbunden. “Die Entstehung der Arten” erschien 1859.
Ich möchte mich hier nicht in die Evolutionstheorie verlieren; doch es ist spannend zu sehen, dass “Evolution” sich als Begriff für deutlich erkennbare Weiterentwicklung umgangssprachlich durchgesetzt hat.

In dieser ersten Aufnahmen tasten wir uns in das Thema hinein. Als Beispiel dient uns die “edition.SIGN AG” – die absichtlich als “evolutionäre Company” gegründet wurde, 2007 – und die die Abstimmung am Markt erfolgreich bestanden hat. Ich spreche über den Kerngedanken der Firma und erwähne erstmals die umkreisenden Ringe, nämlich eine Öffnung des Denkens, des Fühlens und des Wollens.
Anders gesagt: Es geht um die Integration der Intelligenz des Kopfes, des Herzens und der Hand. Mehr noch – und das ist entscheidend aus meiner Sicht – um das bewusste Einbinden des Größeren, nämlich der Wirkkräfte des Lebens. (Klick zum audio)
Es war die erklärte Absicht und unser Brennen, hier ein co-kreatives Spiel am Marktplatz zu erproben. Ein Ideenkind zu gebären und auf den Markt zu führen.
Mit vollem Risiko – ohne Kredit – doch mit Herzblut.

Themensprung:
Ulrike lud mich ein, auf diesem Blog auch auf ihre neueste Video-Produktion hinzuweisen. Das tue ich gerne. Und finde ihr Werk sehenswert, originell und gelungen. Schauen Sie sich das an. Eine kreative Präsentation mit einem Super-Schuss Humor. Klick! 

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