evolutionäres Business (3) beständig Akzente setzen
14 Minuten – und wie immer als erstes der Link zum Audio.
Ich war selbst überrascht, dass ich auf die Frage von Ulrike Stahl so antwortete, wie ich antwortete. Das Gespräch beginnt damit, dass Ulrike auf das Unbekannte hinweist, auf das Leben auch als chaotisches System. Und auf die Frage, welche Fähigkeit ich im Umgang mit dem Unberechenbaren des Lebens für besonders wichtig erachte, kam mir spontan Laotse in den Sinn.
Im audio zitiere ich aus dem Gedächtnis – hier direkt aus dem Tao Te King:
“Der Meister erledigt seine Arbeit und hält dann inne.
Er begreift, dass das Universum sich für immer der Kontrolle entzieht,
und dass der Versuch, die Ereignisse zu beherrschen,
gegen den Strom des TAO geht.”
Durch diese erhabene Einsicht des großen Alten wird die Paradoxie des Lebens deutlich.
Einerseits entzieht sich der Kosmos für immer unserer Kontrolle -
anderseits lässt sich Realität steuern und der Inhalt unseres Bewusstseins gestalten.
Der Verstand ist nicht das geeignete Werkzeug, um das zu verstehen.
Die Intelligenz des Herzens begreift.
Das Geheimnis liegt darin, einerseits eine reine Absicht zu formen und den Fokus auf das Ergebnis zu richten – anderseits nicht anzuhaften, loszulassen, das Werden durch kontinuierliches Handeln zu fördern, sich mit seiner höchsten Zukunftsmöglichkeit beständig zu verbinden und…? Und das Ergebnis stauend zu akzeptieren.
Ja, und dabei weiterhin vom Leben zu lernen. Lebens-lang.
Evolutionäres Business begreift:
Es sind die unsichtbar wirkenden Kräfte, sozusagen das Wurzelwerk unseres Lebens, das die Früchte der Ergebnisse auf unserem Lebensbaum wachsen lässt. Aus dem Unsichtbaren formt sich das Sichtbare. Daher auch meine Liebe zu “wu-wei”. WU-WEI wird meist übersetzt mit “Handeln durch Nicht-Handeln”. Doch wu-wei meint in erster Linie: “Innerlich aktiv zu werden.”
Die Topographie unserer inneren Landschaft wach und bewusst zu gestalten. Denn aus diesen inneren Samen wächst unser Beitrag im Leben.
Evolutionäres Business organisiert unsere Aufmerksamkeit um.
Weg von der Reflexion der äußeren Ereignisse – hin zum unsichtbaren Quellort. Denn dort bilden sich die Samen. Und was wir säen, das werden wir ernten.




