Doris und Ulrike von der stahldust AG beendeten das Jahr mit einem Aktionstag. Titel: Klar Schiff. Erfreulich viele machten mit. Und zu Mittag gab es mein letztes Interview im Jahr 2010.
Hier der Klick zum Nachhören; bitte etwas nach unten scrollen.
Auch für mich überraschend war, wohin sich das Gespräch entwickelte. Wir stiegen ein über das Thema Fokus. Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet: Brennpunkt; allerdings im Sinne einer Feuerstelle.
Vom Feuer ist es nicht weit zum Feuer des Bewusstseins. Und damit zu jener Feuerstelle, an der wir uns in diesen WendeZeiten begegnen. Denn wir alle sind Gefährten und Zeitzeugen einer Bewusstseins-Wende.
Solche Veränderungen im Bewusstsein gab es immer wieder. Schauen wir einen Moment durch die Brille eines Bewusstseins-Historikers – was wir ja eher selten tun…
Was sehen wir?
Mehrere Schichten, alle einander überlappend und ineinander greifend. Über das archaische zum magischen und weiter zum mythischen Bewusstsein, das sich vor etwa 500 Jahren zum modernen Bewusstsein wandelte. Und danach?
Danach zum postmodernen. (post; griech. nach). Das Wort “postmodern” wurde erstmals 1830 erwähnt.
Gegenwärtig vollzieht sich ein doppelter Wandel. Einerseits vom modernen zum postmodernen Bewusstsein und anderseits vom postmodernen zum postpostmodernen, für das sich noch kein Name durchgesetzt hat.
Im Gespräch mit Hans-Peter Dürr auf den Schweizer Visionstagen schlug ich synchrones Bewusstsein vor, dem Prof. Dürr freudig zustimmte.
Doch worauf wollen wir den Fokus halten?
Wohl darauf, was jedem einzelnen wichtig ist.
Mir ist wichtig, die Quelle allen Lebens und Seins – die ich am liebsten TAO nenne – im Alltag nicht aus dem Blick zu verlieren. Synchron darin und damit zu leben und zu handeln.
Die zentrale Herausforderung dieses postpostmodernen Bewusstseins, das ich synchron nenne ist: Das, was in uns lebendig ist an Wissen, an Weisheit, an Liebe, an Freude - über die Schwelle in das Handeln zu tragen. Als Autor sei mir vergeben, wenn ich mich mal selbst zitiere:
>Unser Bewusstsein zeigt sich in unseren Handlungen – nirgendwo sonst.<
Dazu ein Bild:
Über den Himmel ziehen dunkle wie helle Wolken. Der Himmel selbst bleibt immer der Himmel. Uns mit diesem Himmel in uns zu verbinden gibt uns die Kraft, auch in bewegten Zeiten auf dem Drachen unserer Bestimmung zu fliegen. Und den Fokus zu halten.
Rosen über Rosen. 2011. Karl Gamper