Die Karawande der Freude :: Karl Gamper

Archiv: September 2010

Pythagoras, die Mysterienschule

Kennst du das? Etwas wird in deinem Leben wichtig; so bedeutsam, dass du denkst:
Das wird nie mehr verblassen!
Doch dann, mit den Gezeiten der Jahre, webt sich ein Schleier des Vergessens und die einst so helle Flamme verliert sich im Nebel der Zeit. Versickert. Versiegt.

So erging es mir mit den Fragmenten des Pythagoras.
Vor mehr als 20 Jahren lernte ich sie auswendig und ließ die Weisheit dieser Sutren in meine Zellen sinken. Möglicherweise  habe ich sie verinnerlicht; vergessen habe ich sie allemal.
Doch nun erinnere ich mich … wieder.

Pythagoras wurde schon zu Lebzeiten wie ein Gott verehrt.
Ca. 570 v.Ch. auf Samos geboren, ging er als junger Mann nach Athen, nahm das antike Wissen der Griechen in sich auf. Danach zog er weiter und verbrachte Jahre in der großen Bibliothek von Alexandrien. Dort wurde er eingeweiht in die Mysterien des Hermes.
Gemeint ist Hermes Trismogistos, von dem es heißt, er sei eine Inkarnation des unsterblichen Toth, des Größten aller Atlanter, dessen Heilige Smaragdtafeln noch heute Kleinode, Juwelen der philo-sophia sind, der Liebe zur Weisheit.

Nach einem Überfall der Perser wurde er als Gefangener nach Babylon verschleppt; bald jedoch aufgrund seiner strahlenden Weisheit freigelassen. Doch er blieb freiwillig über zehn Jahre. Studierte. Er war ein ewiger Schüler.
Später ging er nach Indien und wurde mit Ehrfurcht eingeweiht in das verborgene Wissen der Brahmanen, zog weiter nach Tibet, bereiste China und kam in hohem Alter zurück nach Griechenland. Er hatte praktisch die gesamte damals bekannte Welt bereist.
Allein das ist schon eine außerordentliche Glanzleistung.

Sein Ruf eilte ihm voraus.
Bald sammelte sich eine große Schar von Anhängern um ihn, was den Stadttyrannen mißfiel. So ging er nach Oberitalien und gründete seine legendäre Mysterienschule. Er hatte die Kraft, aus den vielen gesammelten spirituellen Honigwaben seine unsterbliche pholosophie perennis zu destillieren.
Doch sofort nach seinem Tod, etwa 480 v.Ch., wurden alle seine Schüler brutal niedergemetzelt und ermordet und alle Schriften verbrannt.

Pythagoras, der Grieche, war der erste, der die Logik des Westens mit der Mystik des Ostens
zu einer Synthese verschmolz.
Der Westen ist geistige Konzentration, der Osten ist Meditation.
Der Westen ist Denken – der Osten ist Nicht-Denken.
Pythagoras vereinte beide und schuf damit ein Neues Drittes.
Osho nannte Pythagoras den ersten und einzigen Buddha des Westens.

Doch die gewöhnlichen Massen lebten in solcher Unbewusstheit, dass die Einzigartigkeit pythagoräischer Leistung weniger als nicht erkannt wurde. Sie wurde als gefährliche Bedrohung empfunden. Tausende von Schülern wurden brutal gemeuchelt. Nur ein einziger entkam. Lysis.
Ihm verdanken wir die wenigen Sutren des Pythagoras.

Auch heute, zweitausendfühfhundert Jahre später, leben Milliarden Menschen in tiefer Unbewusstheit. Wie sonst könnte es die Beschneidung der Frauen heute noch geben?,
wie sonst könnten Mädchen in China am Lande schlechter behandelt werden wie Hunde
und vollkommen wertlos sein?,
wie sonst ist zu erklären, dass zwei Drittel der Menschen keinen Zugang zu gesundem Wasser haben?, wie sonst ist zu begründen, dass 20 % der Menschen 80 % der Ressourcen verwenden und täglich Tausende und Abertausende an Hunger sterben – und gleichzeitig riesige Nahrungsmittelberge des Preises Willen vernichtet werden.

Wie sonst sollten wir das Niedermetzeln der Flora und Fauna in Amazonien begründen?, das Quecksilber im Wasser der Flüsse dort, das Elend der Natives?
Wie sonst lässt sich der Dauertanz um das Goldene Kalb erklären, der nur Alpträume gebärt?
Wie sonst …? Diese Liste ließe sich schier endlos erweitern.

Haben wir uns im Bewusstsein weitereintwickelt in all den Jahrtausenden -
oder nur in Bezug auf Technik?
Pythagoras
sagte:
“Denn ein ehernes Gesetz bindet Kraft an
Notwendigkeit.”

Diese beiden Kräfte in unserem Leben harmonisch aufeinander abzustimmen – ist die Grundbotschaft des Pythagoras.
Wenn diese beiden Gesetze in Harmonie sind, dann sind wir in Harmonie.
Dann folgt unser Körper dem Gesetz der Notwendigkeit und die Seele dem Gesetz der Kraft.
Dann folgt der Verstand dem Gesetz der Notwendigkeit und das Herz dem Gesetz der Kraft.

In dieser Balance zeigt sich der Schnittpunkt von Himmel und Erde,
von Körper und Seele,
vom Sichtbaren und vom Unsichtbaren.

“Khalwat dar anjuman” – sagten die Alten um uns zu erinnern an das Gestz der äußeren Notwendigkeit und der inneren Stille; der Nicht-Anhaftung; der Liebe; der Kraft.

So viele Jahre sind vergangen, und endlich bin ich aufgebrochen nach Samos – auf den Spuren des Phythagoras, dem Sinnbild des Nomaden der Weisheit.
Wie tief ich mich verbeuge.
Jwala ist mit mir, um dieses zeitlose Mysterium aus Notwendigkeit und Kraft in jenem Jetzt, das unser aller JETZT ist, neu zu beleben.

Das Geheimnis eines gut gelebten Lebens ebenso wie die Kunst der Manifestation offenbaren sich in der Balance von Notwendigkeit und Kraft.
Erwacht die Seele, reduziert sich der Verstand auf Notwenigkeit.

Im Erleben dieser Balance jubiliert die Seele -
                                                                                 und der Verstand reibt sich die Hände.

Grüße an euch alle.
Karl – euer reisender Gampripopoulos …

Wer kennt Alexis Gamperiospoulos?

Ein Wanderer zwischen den Welten. Passt sich – einem Chamäleon gleich – den kulturellen Begebenheiten an. Eben noch als “Omar” mit den Nomaden der Sahara unterwegs - in blauer Gandura – nun mit Glutaugen auf griechischen Dorffesten…

Gamperiospoulos sortiert die Situaton...

... gibt sich dem Sirtaki hin ...

und schreibt unter dem Olivenbaum über …?

Über die Karawane des Lebens. Die überall ist und immer Hier.
Freude.
Und ein Lachen zu euch.

So beginnt des Spiel mit dem Mysterium …

… es ist ein Geben. Ein Einlassen – im Grunde mit Haut und Haaren. Ohne Wenn und Aber.
Am wertenden und zweifelnden und analysierenden Verstand vorbei.

Geschieht dies, freut sich der Verstand. Er reibt sich die Hände. Jubelt. Denn endlich wird er zu dem, was seine Bestimmung ist. Sein Ruf. Er wird zu einem grandiosen Diener, der die Notwendigkeiten deines Alltags erfasst und dir hilft, deine Herausforderungen zu meistern. Mithilfe von wem?
Mithilfe deiner Seele.

Es blüht ein eigener Zauber auf, wenn Seele und Verstand im Einklang ist.
Das Herz wird dann zum alchimistischen Ofen.

Doch zurück zum ersten Schritt. Schau – so beginnt ein eigener Zauber …
 

                                                                  und steuere, in dem ich mitfließe.

Im Vertrauen sein …

“Vertrauen ist nicht machbar” – schreibt Jwala ín Fingerzeige – “es ist eher eine Spur,
der du folgst.”

Tatsächlich färbt Vertrauen eine Beziehung neu ein. Dreht vieles.
Wir sagen gerne: >Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.<
Jwala und ich hingegen schlagen vor: >Kontrolle mag dort und da angebracht sein. Vertrauen ist besser.<

Warum?
Weil Leben nicht getrennt ist. An keiner Stelle.
Weil der andere in der Tiefe ein anderes Du-Selbst ist.
Und weil es hoch an der Zeit ist, dass Menschen einander existentiell als Menschen erkennen.

Aus meiner Sicht könnte das der nächste Sprung in der Evolution sein: Menschen erkennen einander in der Tiefe, existentiell, zellulär. Angst voreinder wäre Vergangenheit. Die Gleichwertigkeit allen Lebens wäre aktuelle Realität.

Auf dem Boden des Vertraunes wächst erfahrbare Liebe.
So wird die Liebe zu jenem Größeren, dem wir wir uns alle hingeben können.
Im Vertrauen.

(Mehr dazu in FINGERZEIGE von Jwala)

Ich bin bereit …

… weil das Leben immer bereit ist. Immer neu. Immer offen und stets voller Chancen.
Und: Überraschungen.

Es ist diese “kindliche” Einstellung, die den Alltag so bunt einfärbt.
Manchmal tut es nur gut, sich daran wieder zu erinnern. So… wie JETZT.

Herzlich zu dir – Jwala und Karl

Die Liebe immer tiefer lieben …

… und dabei der Existenz immer ähnlicher werden.

Ist das nicht der Weg von uns allen? Was anderes sollte das Leben sein als eine Reise, bei der wir tief und weit, entspannt und lachend, experimentierfreudig und unkonventionell jenes Mysterium umarmen, das wir Liebe nennen.
Um dabei immer wieder zu vergessen, wie sehr wir alle angekommen sind.
...und die Geschenke der Liebe genießen.

Wohin will das Leben gehen …

Möglicherweise geht das “Leben” dorthin, wohin die Seele will. Doch die Seele wählt nicht, die Seele weiß. Wer wählt? Der Verstand wählt. Und was schließt du daraus? Es bedarf einer tiefen Versöhnung zwischen Verstand und Seele. Die Seele erwacht – wie der Verstand erwacht. In den Tagen JETZT. Alle rücken in die richt’ge Position.

Gehen – wohn das Leben will – ist die Poesie deiner Wahl. Der Ausdruck deiner Schönheit.
Genieß es.

Augenblicklich HIER sein.

Der gegenwärtige Moment lädt dich ein. Schau, und die siehst…

... und du spürst die Freude. Die du bist.

Abbracciare la vita

Wer dazu eine Übersetzung möchte – here it is:
Große Freude.

Feuergespräch (1)

Fühl dich willkommen, denn das bist du. Ich habe auf dich gewartet.
Schau, das Feuer lodert, warm und nährend, bereit für dich. Wenn du magst, beginn ich zu erzählen; so, dass wir einander vertrauter werden.


Da du mein erster Gast bist hier am Feuer, möchte ich mit einem Geschenk beginnen.
Es ist ein Zauberschlüssel. Vielleicht sollte ich besser sagen: Ein Meisterschlüssel?
Ja, ein Meisterschlüssel! – denn er öffnet dein Herz und schenkt dir damit die alchimistische Kunst des Herzens.
Im Herzen schlummert die Kraft der Verwandlung, wie du weißt.
Hier wohnen jene transformativen Helfer, die deinem Leben – auch wenn es jetzt schon
schön sein mag – einen weiteren Horizont eröffnen.

Das Leben ist eine Reise, bei der wir ständig suchen. Wir suchen die Liebe.
Und je mehr wir die Liebe suchen, desto mehr finden wir sie. Und je mehr wir sie finden, desto größer sind die Geschenke dieser Liebe.
Das beflügelt uns, stets weiter zu suchen um stets mehr zu finden.

Ja, und dabei tun wir so, als hätten wir vergessen, wie sehr wir angekommen sind in der Liebe, die wir suchen.

Jetzt habe ich mich ein wenig verloren…
Ich wollte dir doch den Schlüssel schenken. Den Meisterschlüssel. Er öffnet dein Herz und damit den Zugang zu den Energiewirbeln des Herzens. Bevor du dein Herz öffnest, muss es geheilt sein. Denn ein ungeheiltes Herz ist ungeschützt vor Verletzung.

Doch ein geheiltes Herz verbindet sich mit den höheren Schichten des Verstandes, der Intuition. Das sind jene Ein-fälle, die wie Zu-fälle wirken. Intuition lenkt deine Lebensreise in Gestade, die friedlich sind und die dich beglücken.
Auch mit Herausforderungen. Doch du weißt aus deinem Herzen – diese wirst du meistern.
Denn du hast ja den Meisterschlüssel. Er heißt Versöhnung.

Versöhnung ist etwas anderes als Vergebung.
Der erste Schritt für dich – um mein Geschenk auch tatsächlich in Besitz zu nehmen – ist ein Erforschen. Ein Erspüren. Ein inneres Bewegen. Um die Kraft des Meisterschlüssels wirklich zu nützen, gilt es für dich, den Unterschied zwischen Vergebung und Versöhnung zu erkunden. Sobald du diesen Unterschied tief für dich erfasst hast, verinnerlicht hast, beginnt eine eigene Magie zu wirken.
Du wirst eine Erregung kennenlernen, die du zuvor so noch nie gespürt hast.

Hamdulillah – das ist der Gruß der Wüste, den ich dir mit Freude entbiete.

Ach ja, ich arbeite als Autor und lebe mit Jwala, der Gefährtin meiner Seele.

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